6.2 Belas­tun­gen durch neue Arbeits­pro­zesse II

Andere Mitarbeiter*innen sind gezwun­gen, die Expert*innen für den Robo­ter und die CNC-Fräse in die eige­nen Arbei­ten ein­zu­be­zie­hen (z. B. weil gewisse Teile nur noch per CNC gefer­tigt werden). Damit sind zum einen erhöhte Anfor­de­run­gen an die Kom­mu­ni­ka­tion ver­bun­den (z. B. Abspra­chen, das Bitten um Unter­stüt­zung). Das Kon­flikt­po­ten­tial unter­halb der Kol­le­gen ist gestie­gen. Zum ande­ren sind damit teils starke Ver­än­de­run­gen der berufs­be­zo­ge­nen und unter­neh­mens­in­ter­nen Hier­ar­chien ver­bun­den. Mitarbeiter*innen, die vor der Inte­gra­tion der Maschi­nen auf­grund ihrer aus­ge­präg­ten hän­di­schen Fer­tig­kei­ten beson­ders geschätzt wurden, müssen sich nun ande­ren Expert*innen unter­ord­nen (d.h. inso­fern sie sich nicht wei­ter­bil­den). Abs­trakt for­mu­liert, ändern sich in diesem Zuge beruf­li­che Iden­ti­tä­ten in gra­vie­ren­der Form. Erfah­run­gen und Fer­tig­kei­ten zur hän­di­schen Bear­bei­tung von Werk­stü­cken ver­lie­ren und die Schnitt­stelle Com­pu­ter-Maschine sowie die Kun­den­ori­en­tie­rung gewin­nen zuneh­mend an Bedeu­tung.