3.1.4. Par­ti­elle Insel­lö­sun­gen

Im Pro­duk­ti­ons­pro­zess über­neh­men die Fer­ti­gungs­zel­len die unmit­tel­bare Ver­ar­bei­tung des Werk­stücks. Das Per­so­nal pro­gram­miert, steu­ert und über­wacht die Anla­gen. Die für cyber-phy­si­sche Sys­teme cha­rak­te­ris­ti­schen tech­ni­schen Grund­la­gen (Sen­so­rik, Akto­rik, Soft­ware, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Mensch-Maschine-Schnitt­stel­len) sichern die Funk­tio­na­li­tät auf einem hohen Niveau, wenn auch immer noch als (zwei) Insel­lö­sun­gen inner­halb des Betrie­bes.

Trotz der stetig wach­sen­den Auto­ma­ti­sie­rung betont das Manage­ment bis­lang den Stel­len­wert des Men­schen zur Über­wa­chung und Koor­di­nie­rung der Abläufe. Auch Beschäf­tigte sehen, wie die Prio­ri­tä­ten des Manage­ments einen Ein­fluss auf die pro­gram­mier­ten Abläufe ermög­li­chen. Im „Rap­port fest­ge­legt“ können Mit­ar­bei­ter durch „Ein­spruchs­recht“ Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben. Bei­spiel­haft schil­dert ein Beschäf­tig­ter in der Fer­ti­gung, dass neben den vor­ran­gi­gen Manage­ment­vor­ga­ben ver­han­del­bare Kun­den­an­for­de­run­gen Spiel­räume in der Abar­bei­tung von Auf­trä­gen eröff­nen:

Also wenn du dann auf­hörst, Men­schen nicht mehr zu haben oder sowas und ähm, die Prio­ri­tä­ten werden eigent­lich bei uns im Rap­port fest­ge­legt, also die Geschäfts­lei­tung legt sie als erstes fest, dann wird dis­ku­tiert, ob diese Prio­ri­tä­ten auch so in Ord­nung sind, also es gibt da auch ein Ein­spruchs­recht. Also sprich, wir haben fünf Werk­zeuge zu machen und wenn ich das Werk­zeug mache, werde ich das nicht fertig krie­gen, ja. Das ist aber recht unbe­deu­ten­des, mit dem kannst du dich, also mit dem Kunden kannst du reden, der brauchts nicht gleich, ist ein Ersatz­werk­zeug, also ruft man an, sagt: ‘Pass mal auf, ich mach erst­mal das fertig erst­mal.‘ (MB)