4.3.2. Genera­tio­nen­kon­flikte

Die ent­schei­den­den Ver­än­de­run­gen im Werk­zeug­bau­un­ter­neh­men hat der Geschäfts­füh­rer mit den jüngs­ten Fach­ar­bei­tern und Tech­ni­kern rea­li­siert und sie in kür­zes­ter Zeit in Lei­tungs­po­si­tio­nen beför­dert. Einige ältere Beschäf­tigte „sind frei­wil­lig gegangen“(Geschäftsführer), weil sie den tech­no­lo­gi­schen Neue­rungs­kurs nicht mit­tra­gen konn­ten oder woll­ten. Die per­so­nel­len Ver­än­de­run­gen prägen die sozia­len Bezie­hun­gen im Unter­neh­men. Sowohl der Geschäfts­füh­rer als auch der junge Fer­ti­gungs­lei­ter berich­ten über Wider­stände und Schwie­rig­kei­ten in der Zusam­men­ar­beit. Ein Teil der Beleg­schaft stellt sich der hohen Ver­än­de­rungs­dy­na­mik ent­ge­gen und arbei­tet bei­spiels­weise lieber an kon­ven­tio­nel­len Maschi­nen als an den Fer­ti­gungs­stre­cken, die nur zu 30% aus­ge­las­tet werden können. Beson­ders zwi­schen den jungen tech­ni­kaf­fi­nen Lei­tungs­kräf­ten und den älte­ren Mit­ar­bei­tern gibt es Schwie­rig­kei­ten in der Zusam­men­ar­beit.

Das [Ersatz­teile ohne Rück­spra­che bestel­len] wird dann so mal neben­bei unten- oder hin­ten­rum gemacht. Also sicher­lich, ein per­fek­tes Team sind wir auch nicht da drau­ßen. Es gibt immer irgendwo den einen Kol­le­gen der viel­leicht mir auch ans Leder will, weil er sagt ich würde den Job auch gerne machen. (FL)

Ich bin ja nun einer, nicht einer, ich bin der jüngste von allen Kol­le­gen. Die sind alle älter als ich und [Inter­viewer: „Sie müssen sich immer gegen die durch­set­zen?“], genau, und das ist halt auch schon sehr schwie­rig. (FL)