4.1.3 Sons­ti­ges

Phy­si­ka­li­sche und che­mi­sche Fak­to­ren, Phy­si­sche Fak­to­ren (Lärm, Rein­raum, Gelb­licht)

Das Arbei­ten im Rein­raum ist am eige­nen Stand­ort vor allem für Beschäf­tigte der mecha­ni­schen Mon­tage und der Inbe­trieb­nahme rele­vant, teil­weise auch für die der elek­tri­schen Mon­tage sowie ver­ein­zelt der Soft­ware­ent­wick­lung, sofern erste Tests an Pro­duk­ten vor­ge­nom­men werden müssen. Ein zen­tra­les Merk­mal ist dabei das Tragen von Schutz­klei­dung, um die Ver­schmut­zung mit Par­ti­keln zu ver­mei­den. Vor allem Beschäf­tigte bei Kunden mit hoher Rein­raum­klasse arbei­ten wäh­rend der gesam­ten Arbeits­zeit in kom­plet­ter Rein­raum­klei­dung: Over­all, Haube, Mund­schutz, Über­stie­fel, Hand­schuhe. Am eige­nen Stand­ort kann über­wie­gend auf Mund­schutz ver­zich­tet werden. Ein wei­te­res Merk­mal des Rein­raums ist der Ein­satz von Fil­ter­an­la­gen, die eine kon­ti­nu­ier­li­che Fil­te­rung der Luft gewähr­leis­ten. Am alten Stand­ort beschrei­ben die Beschäf­tig­ten einen stän­dig spür­ba­ren Luft­zug. Nach Umzug an den neuen Stand­ort werden neue Fil­ter­an­la­gen ver­baut, durch die eine gleich­mä­ßi­gere Zir­ku­la­tion der Luft erfolgt. Eben­falls ver­bes­sern sich die Licht­ver­hält­nisse durch Ein­satz neuer Beleuch­tungs­tech­nik am neuen Stand­ort. Es wird ein großes Maß an Hel­lig­keit erreicht. Sowohl am alten als auch am neuen Stand­ort ist ein Teil des Licht­ein­falls durch Tages­licht gespeist.

Arbeitsmittel/ Arbeits­platz

In Zeiten mit guter Auf­trags­aus­las­tung kommt es in den Werk­hal­len am alten Stand­ort mit­un­ter zu Platz­pro­ble­men. Ver­ein­zelt hat es Ver­su­che der Schicht­ar­beit gege­ben, um grö­ße­res Arbeits­vo­lu­men bei wenig Platz durch sequen­ti­el­les Arbei­ten zu bewäl­ti­gen. Aktu­ell ist dies nicht der Fall. Am neuen Stand­ort werden die Räum­lich­kei­ten höhe­rem Pro­dukt- und Per­so­nal­auf­kom­men besser gerecht.

Die Berei­che des Unter­neh­mens sind in meh­re­ren Gebäu­den auf dem Fir­men­ge­länge unter­ge­bracht. Dabei sind Lager und Pro­duk­ti­ons­be­reich von­ein­an­der getrennt. Mate­rial muss, unab­hän­gig von den Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen, über die Straße in den Pro­duk­ti­ons­be­reich trans­por­tiert werden.

Vor allem diese Wege sollen am neuen Stand­ort opti­miert werden: Das Lager wird sich in der­sel­ben Halle befin­den wie Pro­duk­ti­ons- und Rein­raum­be­rei­che. So können die Mate­ria­lien direkt aus dem Lager über eine Waren­schleuse in den Rein­raum ver­bracht werden. Die CNC-Fer­ti­gung wird in einer dem Rein­raum ange­schlos­se­nen zwei­ten Halle unter­ge­bracht werden. Die beiden Hallen werden durch einen innen­lie­gen­den Durch­gang mit­ein­an­der ver­bun­den sein. Aller­dings wird es auch am neuen Stand­ort eine räum­li­che Tren­nung von Office- und Fer­ti­gungs­be­reich geben, die in unter­schied­li­chen Gebäu­den unter­ge­bracht sind.

Unsi­cher­hei­ten im Zuge der Fusion

Die bevor­ste­hende Fusion ist zum Zeit­punkt der Inter­views ein großes Thema im Unter­neh­men. Vor allem auf der unte­ren Mitarbeiter*innen-Ebene fühlen sich Beschäf­tigte nicht aus­rei­chend infor­miert bzw. ver­un­si­chert, wie neue Struk­tu­ren, Berei­che und Funk­tio­nen aus­se­hen werden. Dies liegt auch daran, dass die neuen Arbeits­ver­träge noch nicht vor­lie­gen und struk­tu­relle wie per­so­nelle Fragen unge­klärt sind. Geplant ist, alle Beschäf­tig­ten zu über­neh­men, aber Umstruk­tu­rie­run­gen erfor­der­lich sein werden. Durch Mitarbeiter*innengespräche sowie einen monat­li­chen News­let­ter mit Infor­ma­tio­nen rund um den Zusam­men­zug sollen der Grad der Infor­miert­heit und Trans­pa­renz erhöht werden.