Gemeinsamer Aktionstag zur ‚Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0‘ von GAP und DDN in Erfurt

Am 20. Oktober 2016 führte das GAP-Projekt zusammen mit dem Demographienetzwerk Thüringen (DDN) die Veranstaltung ‚Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0 – Betriebliche Strategien zur Gestaltung des demografischen Wandels‘ durch.

Vorträge von Frau Dr. Britta Matthes (IAB), Herr Dr. Andreas Hinz (RKW-Kompetenzzentrum Eschborn) und von Thomas Engel (GAP-Projekt/FSU Jena) informierten die Gäste über die Arbeitsmarktfolgen der Digitalisierung. Besonders kontrovers wurden die Effekte für Berufe und Regionen kommentiert. Der durchaus erfolgreiche traditionelle Thüringer Industriebestand in West- und Südthüringen ist besonders herausgefordert. Kay Senius, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen, verwies auf die Krisenjahre, die gerade durch breite industrielle Facharbeiterqualifikationen in diesen Regionen bewältigt wurden.

In der anschließenden Podiumsdiskussion stellte Prof. Klaus Dörre als Moderator die Frage nach der Relevanz des Themas für die Arbeitspolitiken der Unternehmen, Ministerien, Kontrollbehörden und Verbände. Als Podiumsteilnehmer/innen agierten Dr. Kerstin Ziemer, Abteilungsleiterin des Thüringer Landesbetrieb für Verbraucherschutz, Dr. Joachim Wicke, Vertriebsleiter bei Siemens, sowie Prof. Michael Behr vom Thüringer Arbeits- und Gesundheitsministerium. Ein Diskussionsergebnis war, dass das erste zentrale betriebliche Gestaltungsfeld der Digitalisierung die Arbeitszeit wird. Diese Einschätzung wurde aus dem Publikum, namentlich durch die Beiträge vom VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth, dem Jenaer IG-Metall-Sekretär Christoph Ellinghaus sowie Felix Stumpf, Jurist beim IG-Metall-Vorstand Frankfurt a. M., bestätigt.