Betriebliche Regelung digitaler Assistenz: Arbeits- und Datenschutzfragen mit Betriebsräten diskutiert

Unter dem Titel „Erfolgsfaktor ältere Beschäftigte – Gesund arbeiten bis zur Rente“ fand am 4. September 2017 die 7. Thüringer Betriebs- und Personalrätekonferenz in Erfurt statt. Das GAP-Projekt war an der Durchführung einer von vier Workshops beteiligt. Im Mittelpunkt standen Regelungen zur Einführung digitaler Assistenz.

Die Einführung digitaler Assistenz steht in vielen Betrieben, Verwaltungen und Behörden auf der Tagesordnung. Sie umfasst eine große Bandbreite von Tablets und digitalen Leitsystemen über entlastende Robotik bis hin zu softwarebasierten Wissens- und Dokumentendatenbanken. Thomas Engel und Martin Ehrlich (Universität Jena) stellten das BMBF-Projekt „Gesunde Arbeit in Pionierbranchen“ (GAP) vor, das erfolgreiche Strategien für Betriebs- und Personalräte sowie für Arbeits- und Datenschützer im Betrieb zusammenträgt. Im Workshop wurden gelungene Handlungsansätze und erprobte Betriebsvereinbarungen interaktiv mit den Teilnehmer/innen erkundet und in der Diskussion weiterentwickelt. Etwa 50 Betriebs- und Personalräte, gewerkschaftliche Spezialisten sowie Fachleute aus verschiedensten Branchen (u.a. aus IT-Firmen, Banken, Logistik, Justiz, Metall und Elektro) nahmen teil und beteiligten sich intensiv an der Erarbeitung von Leitlinien für die Interessenvertretungsarbeit zur Einführung digitaler Assistenz.

An der Veranstaltung des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, das auch im Beirat für das GAP-Projekt aktiv ist, nahmen mehr als 200 Betriebs- und Personalräte teil.

Weitere Informationen zur Tagung finden sich hier. Die Dokumente zum Workshop stehen hier zum Download bereit.